Andreas Thiel | Politsatire 4: Macht
Was Thiel in seinem neuen Programm «Politsatire 4» dem Publikum um die Ohren haut, mag viele ebenso verblüffen wie seine neue Frisur. Das Berner Publikum hat's jedoch kommen sehen – über ein Jahr lang reifte das neue Programm auf der Cappella-Bühne, wo Andreas Thiel seine exklusive Versuchsstation installiert hatte. Nun ist «Politsatire» fertig – es geht um Macht…
Tabulos tastet Thiel sich vor in Dimensionen jenseits von Liebe, Tod und Teufel. Denn, so sagt der Berner Satiriker: «Seit dem Tod von Osama bin Laden ist die Hölle unsicherer geworden.» Er entlarvt mit Stil und prangert ungeniert an. Mit der Macht des Wortes seziert Thiel in gewohnter Manier Gesellschaft, Politik und Kultur und setzt dort das Skalpell an, wo’s am meisten weh tut.
Tiefschwarze Poesie
Bei Andreas Thiel vermischen sich schwarzer
Humor und politische Poesie. Auch in seinem neuen Programm geht es um Politik,
Tod und Champagner. Während uns Thiel das Böse erklärt, suchen tausendäugige
Fesselballonfische mit langen, hängenden Zungen in der Tiefe des Ozeans nach
leuchtenden Feuerdornquallen. Die ganze Welt ist ein Gefängnis. Thiel versucht,
in seiner zweiten Inkarnation als Rudolf Steiner, sich die Welt wieder
schönzutrinken. Dadurch wird sie zwar nicht besser aber lustiger. Dabei überkommen
ihn erstaunliche Gedanken wie etwa die Frage, warum Jesus an der Hochzeit zu Kana
das Wasser nicht in Champagner verwandelt hat. Noch bemerkenswerter sind die
Antworten. Schauen Sie sich, bevor sie sterben, unbedingt noch dieses Programm
an.
Am Flügel und am Glockenspiel erzeugt die Bernerin Annalena Fröhlich mit virtuosem Charme angenehme Klänge – ein wohltuender Kontrast zu den oft unangenehmen Wahrheiten, die Thiel genüsslich seziert.
Sprache:
Hochdeutsch
www.andreasthiel.ch










