Ferruccio CaineroTic Tac

so | 3.12.2017 | 17.00 Uhr
Berner Première
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Spieldaten

Dezember 2017

Das neue Programm von Ferruccio Cainero ist humorvoll, lyrisch, poetisch, komisch, witzig, berührend, erfrischend leicht.

Leben wir die Zeit, oder lebt sie uns? Prägen wir die Geschichte oder führt sie uns am Gängelband? Im neuen Stück von Ferruccio Cainero dreht sich alles um die Vergänglichkeit und gerade darum ist es topaktuell. TIC TAC ist nostalgisch und visionär zugleich. Cainero verknüpft die Hugenotten mit der Schweizer Pünktlichkeit, die Uhrenindustrie mit der Reformation der Kirche. Er folgt der Geschichte des eigenen Vaters, der Uhrmacher und Filmvorführer war.  Geschickt untermalt der Erzählkünstler seine Erinnerungen mit Kompositionen von Mario Crispi. TIC TAC ist einzigartig – witzig, berührend, alles in Frage stellend, poetisch und luftig leicht unterhaltend.

Cainero beschreibt das Programm folgendermassen: «Die Zeit wird linear gemessen, ist jedoch dreidimensional und immer aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammengesetzt. Wir sind die wachsende Zeit, die sich an sich selbst erinnert. Sie ist eine komplizierte Angelegenheit. Das Vergangene ist vergangen, aber das in der Zeit verlorene, können wir in der Zeit wiederfinden. Manchmal  kommt es von  selbst zurück.

Als Kind habe ich manchmal im Zimmer der Zeit geschlafen, dort wo mein Vater die Uhren aller Art reparierte. Eines Abends bin ich mitten in dem geräuschvollen Konzert der tickenden Uhren eingeschlafen und in einen Strudel der Zeit geraten. Im Hier und Jetzt bin ich wieder herausgeglitten und ich kann euch versichern, dass ich zwischen einem TIC und einem TAC , Hugenotten, tanzende Prinzessinnen, Uhrmacher, Boxer und wehmütige Madonnen gesehen habe.»


Sprache: Deutsch