Sibylle & Michael Birkenmeier mit Ganga Jey AratnamTo have or not to have

So | 21.5.2017 | >> VERSCHOBEN AUF EINEN SPÄTEREN ZEITPUNKT <<
Art meets Science
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Nach dem Historiker Daniele Ganser teilt sich der Soziologe Ganga Jey Aratnam die Bühne mit dem Theaterkabarett Birkenmeier.

Mit ihm setzten die Geschwister Birkenmeier ihre Reihe «Art meets Science» fort. Die Idee dieser interessanten Reihe ist ganz einfach und funktioniert wunderbar: An diesem Abend stehen der Soziologe und das Theaterkabarett Birkenmeier abwechselnd auf der selben Bühne. So beleuchten und inspirieren sie sich gegenseitig. Heute kreativ sein auf seinem Feld, heisst auch neue Formen des Gesprächs suchen. Über die Bühne und das Theater entsteht ein Dialog, der mehr sagt als jedes Interview. Das gibt ein Wechselspiel zwischen subtiler Forschung und forscher Satire, ein Abend der etwas anderen Art: Art meets Science.

«In Basel-Stadt besitzen 0,3 Prozent der Menschen 50 Prozent der gesamten Vermögen. Das ist fast wie in Monarchien wie Dubai oder Brunei.» Ganga Jey Aratnam ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Soziologie der Universität Basel. Er studierte Soziologie, Philosophie und Volkswirtschaftslehre. Vorher promovierte er bereits in Sozialmedizin. Seine Forschungsschwerpunkte sind Reichtum und Ungleichheit, Rohstoffhandel, Migration, Arbeitsmarkt und Beziehungssoziologie. Dabei gleicht er eher einem Jazzmusiker als einem Soziologen. Seine Thesen sind erfrischend vielfältig. Parteipolitische Positionen liegen dem 44-Jährigen jedenfalls fern. Was zählt, ist der Blick für das grosse Ganze.

«Wer zur Sozialhilfe muss, wird zum gläsernen Bürger. Reiche werden hingegen in der Privatsphäre derart geschützt, dass man für sie im Inland das Bankgeheimnis bewahrt.»


Sprache: Deutsch