Klassik-Ohrarmung: Trio 4Bach: Goldberg-Variantionen BWV 988

Mo, 20. Januar 2020 | 20.00 Uhr
Neu: Bewegte Hauskonzerte in der Cappella
1 / 3

Die neue Klassik-Reihe in Berns Kleinkunstbühne La Cappella lässt Musik von der ganz grossen Sorte aufleben: Diejenige, die alles durchschreitet, was das menschliche Leben an Höhen und Tiefen zu bieten hat, die Grenzen sprengt und gleichzeitig unfassbar intim ist. Jedes Ensemble hat für sein Konzert ein persönliches Herzensstück ausgewählt, um es mit Musikhungrigen und Neugierigen in einer Ohrarmung zu teilen.

Zuhören, und zwar so, wie es Dir gefällt: Sitzend oder liegend, auf Polsterstuhl, Holzbank, Sitzkissen oder Yogamatte – Du hast die Wahl. Pro Abend steht genau ein Werk auf dem Programm. Damit Du richtig in die Musik eintauchen kannst, schaffen wir vor dem Konzert gemeinsam Platz für sie: durch simple Übungen entspannen wir den Körper, leeren den Kopf und öffnen unsere Sinne. Nichts muss – alles darf, lautet dabei die Devise.

Kuration: Sonja Koller | Gastgeber: Christoph Hoigné | Übungen: Sophie Kinkel | Publikumsvernetzung HKB: Barbara Balba Weber

Trio 4

Fióna-Aileen Kraege, Violine | Nada Anderwert, Viola | Gabriel Wernly, Cello

Das Berner Trio 4 spielt Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen. Bach veröffentlichte sie im Jahr 1741 als «Clavier Übung bestehend in einer ARIA mit verschiedenen Veränderungen vors Clavicimbal mit 2 Manualen». Dieser Titel ist das Understatement schlechthin, und so ist das Werk denn auch unter einem anderen Namen berühmt geworden: Goldberg war ein jugendlicher Cembalo-Schüler, der die Variationen einem russischen Gesandten am Dresdner Hof in dessen schlaflosen Nächten vorgespielt haben soll. 250 Jahre später können wir uns noch immer nicht an dieser Musik satthören. Schlicht und klar beginnt und endet das Werk mit seinem Thema. Dazwischen bewegt sich – immer über denselben Bass – ein fantastisches Kaleidoskop von 30 Variationen.

Fióna-Aileen Kraege, Nada Anderwert und Gabriel Wernly spielen seit 2017 als Trio zusammen, vorzugsweise im Winter. Nun wollen sie sich in die Goldbergvariationen hineinstürzen. Denn zahlreiche Komponisten haben Bachs Cembalowerk für mehrere Instrumente arrangiert, darunter auch Sitkovesky, Sarudiansky und Mandozzi. Diese drei Bearbeitungen hat sich das Trio 4 vorgenommen und wird für jede Variation erforschen, welche Fassung ihm am nächsten steht.