Fred Singer Hypnosis

Mi | 21. November 2018
Première!
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Spieldaten

Nov 2018

Pfiffig – eigenständig – berührend: Ein inszeniertes Konzert zum Schwelgen, Träumen und Hellwach-werden. Fred Singer jongliert mit drei Klarinetten (S, M und XL) respektive mit Bach und Tango, mit Klassik und Balkanpop, mit Ländler und Kinderlied - Musikstile verbinden sich nahtlos mittels cleveren Arrangements und elektronischem Fleischwolf.

Fred Singer ist mit allen musikalischen Wässerchen gewaschen. Ursprünglich natürlich Klassiker – als Solist mit Orchestern, als kammermusikalischer Tausendsassa in unzähligen Projekten, als Pädagoge an Musikschulen. Bekanntestes Ensemble dürfte Klezmer Pauwau sein – seit Jahren ist dieses Trio im In- und Ausland unterwegs (s. auch 2. November).

Für sein erstes Soloprojekt «Hypnosis» holt sich Fred Singer den Regisseur und Choreografen Christian Mattis in den Proberaum: das Konzertante wird inszeniert, die musikalischen Stimmungsbilder mit Bewegung angereichert, das Visuelle verschmilzt mit dem Akustischen. In einigen Stücken führt erst die Bewegung zur Musik.

Fred Singer lotst sein Publikum behutsam in Gefilde, wo Has und Fuchs sich «Gute Nacht» sagen, will heissen: wo Johann Sebastian Bach, Abdullah Ibrahim, Goran Bregovic, Gianluigi Trovesi sich im «Röseligarte» ein Stelldichein geben. Musikalische Kalauer treffen auf sphärische Improvisationen, ein himmeltrauriger Blues kippt nach und nach in eine Mozart Sinfonie, oft mehrstimmig dank eigenen Klängen «ab Band». Ein Soloprogramm als kammermusikalisches Feuerwerk, spannend, fesselnd, atemberaubend – hypnotisch eben.