Jess JochimsenFür die Jahreszeit zu laut

Do und Fr | 2. und 3.3.2017 | 20.00 Uhr
Wiederaufnahme wegen grosser Nachfrage
1 / 1

Texte, Dias, Songs zur allgemeinen Lage Das aktuelle Programm von Jess Jochimsen ist der Versuch, dem grossen Geklapper zu entkommen und dabei Haltung zu bewahren. Ein Misstrauensvotum gegen Lärmmacher aller Art.

Die Welt könnte schön sein. Wäre da nicht der Mitmensch. Der in einer Tour herumfuhrwerkt und seine Ansichten unangenehm und ohne Unterlass in seine Umgebung krakeelt. Oder, wenn diese längst geflohen ist, in irgendein Gerät. Egal ob in Politik, Medien oder Nachbarschaft, wohin man sich auch wendet, die Bescheidwisser und Tonangeber warten schon und hausmeistern einen an.

Jess Jochimsen begegnet dem krisensatten Marktgeschrei auf seine Weise. Zurückgelehnt und entschleunigt dreht er den notorischen Rechthabern und Ratgebern den Ton ab und macht sich auf die Suche nach den Geschichten, die im Radau untergehen. Er singt Lieder über den ganzjährigen November, zeigt hanebüchene Dias aus deutschen Vorstädten und erzählt. Von daheim und unterwegs. Von dem, was anliegt. Von der trotzigen Würde der Kellerbewohner, zum Beispiel, aber auch von der schönsten Liebeserklärung aller Zeiten.

Für sein «wütendes Kabarett der leisen Töne» (taz) ist Jochimsen vielfach ausgezeichnet worden, weil es poetisch, genau und anrührend ist – und nicht zuletzt: sehr komisch. Neben Akkordeon, Gitarre und Diaprojektor hat der Freiburger diesmal auch seine beiden jüngsten Bücher im Gepäck, «Was sollen die Leute denken» und «Krieg ich schulfrei, wenn du stirbst?», womit zwei wichtige Fragen schon mal gestellt sind. Weitere folgen.


Regie: Peter W. Hermanns
Foto: Albert Josef Schmidt


Sprache: Hochdeutsch

«Dieser tiefenentspannte Jess Jochimsen, Kabarettist und Autor aus Freiburg, ist vor allem eines: brillant.»
Hamburger Abendblatt
«Was Jochimsen auch erzählt, die Melancholie und ihre böse Schwester, die Wut, schauen immer über seine Schulter.»
Rheinzeitung
«Jochimsen versteckt seine Pointen wie Ostereier: Wenn man sie findet, freut man sich von Herzen - und wenn man drauftritt, tut es einem in der Seele weh.»
Allgemeine Zeitung Mainz
«Frech und warmherzig zugleich. Und mit großer Ehrerbietung für die Leute am Rande der Gesellschaft.»
Goslarsche Zeitung