Klezmer PauwauMusik des Shtetls osteuropäischer Juden

Fr | 2. November 2018 | 20.00 Uhr
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Spieldaten

Nov 2018

Genau 20 Jahre zuvor haben sie das allererste Konzert in der Cappella gespielt: Das Trio Klezmer Pauwau. Noch immer öffnen die drei den musikalischen Vorhang zu einem Welttheater in der Streichholzschachtel: Jubel und Trauer, Not und Überschwang, Sehnsucht und Erfüllung, Tragik und Komik. Das ganze bunte tragische Leben.

Ihre Musik ist Überlebensnotwendigkeit, Nährstoff für alles andere. Mal Muntermacher, mal besänftigend, mal ausgelassen oder wehmütig, wie ein Seismograph der Seele.

 

Kennen Sie das Gefühl? Wenn, selten genug, die Dinge so recht im Lot sind, wenn das Leben glatt und leicht durch die Adern pulst, die Luft schmeckt nach Sonne und Weite, der Körper verliert fast alle Erdenschwere, und alle Widrigkeiten haben sich ganz weit hinten an den Horizont zurückgezogen – dann möchte man irgend jemanden umarmen, am liebsten gleich die ganze Welt.

Wie man dieses rare Gefühl zu Musik werden lässt? Hören Sie Klezmer Pauwau!

 

Musik zwischen Melancholie und Fröhlichkeit als berührende Sprache der Seele

Das Ensemble Klezmer Pauwau hat während den letzten bald 30 Jahren über 500 Konzerte im In- und Ausland gegeben. Hervorgegangen aus dem Trio da Besto, besteht die Gruppe heute aus dem in der Ukraine geborenen und in Basel lebenden Viktor Pantiouchenko (Bajan, Stimme), dem in Plovdiv (Bulgarien) geborenen und in Lausanne lebenden Bassisten Tashko Tasheff und dem Berner Fred Singer (Klarinette, Stimme).

Klezmer Pauwau begeistert das Publikum immer wieder aufs Neue mit seinem fröhlich-wehmütigen Mix aus Freylekhs, russischem Tango, Klassik, berndeutschen Liedern und Musik aus dem Fundus Osteuropas.

Fred Singer
Klarinettenstudien in Bern, Basel, NY, Sofia bei Kurt Weber, Thomas Friedli, Bela Kovacs, Ernesto Molinari, Sid Bekerman, Ilija Iliev Stevanov. Von Kindheit an Interesse an verschiedenen Musiksparten: Volksmusik, insbesondere Klezmer, Jazz, Improvisation, Klassik, Zeitgenössische Musik. Lange Jahre Soloklarinettist im Orchester Concertino Basel. Auftritte im In- und Ausland mit „Neue Horizonte Bern“, „IGNM Basel“, Trio Da Besto, Klezmer Pauwau. Verschiedene Erst- und Uraufführungen in Russland als Solist mit Orchesterwerken von Sandor Veress, Daniel Weissberg, Frank Martin, Franz Tischhauser, Michel Rochat.

Viktor Pantiouchenko
Geboren in Lebedin, Ukraine. Ausbildung als Akkordeonist und Kontrabassist in Kiew und im Konservatorium Moskau. Mitglied bedeutender Leningrader Lied-, Tanz- und Volksmusikensembles. Tournee mit dem Kammerorchester der Musikakademie Gnessin durch die ganze Sowjetunion. In Moskau zwei Jahre Mitglied des Sinfonieorchesters. Sein Trio Retro war die erste Gruppe, die in der ehemaligen UDSSR Strassenmusik gemacht hat, was vorher streng verboten war. Konzerte mit Trio Retro u.a. in Tiflis, Sotschi, Odessa. Aufnahmen zum Film „Taxi-Blues“ in Paris. Teilnahme an verschiedenen Festivals: 1991 am Jazz Festival Montreux und 1993 in Lugano. Livesendung Radio DRS2 . Seit 1990 wohnhaft in Basel.

Tashko Tasheff
Der Bassist ist in Plovdiv, Bulgarien, aufgewachsen. Er begann mit sechs Jahren Akkordeon zu spielen und mit vierzehn Jahren Kontrabass. 1991 kam er für seine fortführenden Studien an die Menuhin Akademie Gstaad. Mitglied und Solist der Camerata Lausanne. Heute ist er Solobassist im Sinfonieorchester Neuenburg und verschiedenen Kammermusikgruppen. Seit jeher ist er passionierter Liebhaber von Volksmusik, der Wurzel aller Musik. Er ist profunder Kenner aller gängigen Stile osteuropäischer Musik.