Marjolaine Minot Mir stinkt das Glück

Do | 2.7.2015 | 20.00
2. Wiederaufnahme wegen grosser Nachfrage

Die französische Wahlschweizerin Marjolaine Minot zeigt noch einmal ihr ebenso berührendes wie zum Schmunzeln verführendes Soloprogramm über die schrullige Claudine.

Ein verlassener Garten, der zu einem alten und kleinen Vorstadthaus gehört, darum herum staubiges Niemandsland, in dem alles wackelt, was nicht niet- und nagelfest ist: Das ist der Ort, an dem sich Claudine versteckt. 

Sie ist gern allein in ihrer kleinen Welt, liebt ihre vielen Bücher und spricht mit ihrem Hausrat – etwa dem Teekessel oder den vielen Lampen, die sie vom Sperrmüll rettet und liebevoll zusammenflickt. 

Sie hat sich aus freien Stücken von der Welt zurückgezogen und möchte nicht gestört werden. Allein mit sich selbst, in ihrem sicheren Hafen, kommt sie ganz gut zurecht; draussen hingegen – da ist es ungemütlich.

«Mir stinkt das Glück» zeigt uns Einblicke ins Leben einer erstaunlichen Frau, unter deren rauer Schale sich eine Menschlichkeit versteckt, die oft, zu oft von den Spuren des Alters überdeckt wird.

Die Schauspielerin Marjolaine Minot wurde 1978 in Paris geboren. Nach einer Clownschule in ihrer Heimatstadt absolviert sie die Scuola Teatro Dimitri in Verscio. Seit ein paar Jahren lebt und arbeitet Minot als Schauspielerin und Regisseurin in der Schweiz, unter anderem als Clownin beim Circus Monti (2010).


Sprache: Hochdeutsch (gebrochen)

«'Mir stinkt das Glück’ ist eine poetische Delikatesse, voll Charme und Ironie, gespickt mit ungewöhnlichen Liebenswürdigkeiten. Am Ende der Vorstellung hofft man fast, dass das Glück einem selber so stinken würde.»
Masha Dimitri