OLYMPIA-Slam – ABGESAGT Mit Daniela Dill, Lisa Catena, Kilian Ziegler, Vive le Charme und Christoph Simon

Mo, 18. Mai 2020 | 20.00
Der besondere Poetry-Slam für Bern
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Endlich wieder POETRY SLAM in der Cappella! Vier Slam-Poetinnen und Slam-Poeten messen sich in vier Disziplinen und kämpfen um Siegeskranz und um die Gunst des Publikums.

Seien Sie dabei, wenn sich die Cappella in ein olympisches Stadion verwandelt und sich die Wortathleten, Geschichtenstemmerinnen, Sprachakrobaten und Zungenbrecherinnen in vier Disziplinen messen.

Und das sind die DISZIPLINEN:
FREISTIL/KÜR: Sechs Minuten zur freien Verfügung gemäss den klassischen Slam-Regeln (Text/Performance selbsterfunden, keine Requisiten, kaum Gesang).
PFLICHT: Sechs Minuten zu einem vorgegebenen Thema.
REGELBRUCH: Sechs Minuten mit Erlaubnis zu singen, ein Instrument zu spielen, eine Requisite zu gebrauchen und/oder einen Fremdtext zu lesen.
GEMISCHTES DOPPEL: Zwei gegen zwei im Team.

INHALTLICH ist bei einem Slam alles möglich: Ob Geschichten, Gedichte oder Gebrauchsanweisungen, ob messerscharfe Pointen oder weiche Reime, ob performativ verhaltensauffällig oder gehemmt, ob zur Erzürnung oder zur Erfreuung der Götter im Olymp – alles hat Platz an diesem Slam in der ehemaligen Kapelle, solange die formalen Regeln der jeweiligen Disziplin und das Zeitlimit eingehalten werden.

Beim fünften Olympia-Slam am 18. Mai messen sich:

Sie ist eine Verseschmiedin und gelehrte Literaturwissenschaftlerin. Sie hat das Baselland zum Leben erweckt mit ihrem «Moulin Bouge» in Liestal. Später hat sie das verschlafene Dichtermuseum in ebendiesem Liestal in die rockige Gegenwart von Slam und Spoken Word geführt. Sie schreibt, dichtet, vermittelt und verzaubert: Daniela Dill.

Er ist frech und doch witzig, er ist verblüffend und doch vertrauenswürdig, er ist Freestyle und wohlüberlegt, er kann alles und versteckt es unter einer bescheidenen Breitbandfrisur. Er hat Höhenangst, aber nicht genug, um nicht Bühnentreppen hoch zu steigen. Er tourt mit Pianist und drittem Kabarett-Programm durchs Land: Kilian Ziegler.

Die Schweiz ist ihr nicht gross genug. Unermüdlich ist sie unterwegs im ganzen deutschsprachigen Raum – eine Riesenentwickliung von der armen, faulen Punkmusikerin, die sie mal gewesen sei, zur heutigen Eurocity-Satirikerin auf Schlafentzug im Zug. Die Frau für bitterböse Gesellschaftskritik: Lisa Catena.

Er ist ein aufgehender Stern am Poetry Slam Himmel und – wir gehen mit diesem Wort nicht leichtgertig um – ein Genie der Sprachlernkraft. In Indien geboren und aufgewachsen, in die Schweiz gelangt und nicht nur Deutsch, sondern auch Mundart im Schnellverfahren erlernt – und nicht nur erlernt, nein, zur Bühnensprache erwählt – überwältigend. Im Erzählen sucht er den (Un-)Sinn und findet ihn zuweilen: Vive le Charme.

Durch den Abend führt der Mann für glückliche Olympioniken und lasche Dopingkontrollen, der Kampfrichter für Fotofinishs und salomonische Urteile: Christoph Simon.


Sprache: Mundart und Hochdeutsch