OLYMPIA-Slam Mit Nina Hobaty, Mia Ackermann, Simon Libsig, Dominik Muheim und Christoph Simon

Mo, 14. September 2020 | 20.00
Der besondere Poetry-Slam für Bern
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Endlich wieder POETRY SLAM in der Cappella! Vier Slam-Poetinnen und Slam-Poeten messen sich in vier Disziplinen und kämpfen um Siegeskranz und um die Gunst des Publikums.

Seien Sie dabei, wenn sich die Cappella in ein olympisches Stadion verwandelt und sich die Wortathleten, Geschichtenstemmerinnen, Sprachakrobaten und Zungenbrecherinnen in vier Disziplinen messen.

Und das sind die DISZIPLINEN:
FREISTIL/KÜR: Sechs Minuten zur freien Verfügung gemäss den klassischen Slam-Regeln (Text/Performance selbsterfunden, keine Requisiten, kaum Gesang).
PFLICHT: Sechs Minuten zu einem vorgegebenen Thema.
REGELBRUCH: Sechs Minuten mit Erlaubnis zu singen, ein Instrument zu spielen, eine Requisite zu gebrauchen und/oder einen Fremdtext zu lesen.
GEMISCHTES DOPPEL: Zwei gegen zwei im Team.

INHALTLICH ist bei einem Slam alles möglich: Ob Geschichten, Gedichte oder Gebrauchsanweisungen, ob messerscharfe Pointen oder weiche Reime, ob performativ verhaltensauffällig oder gehemmt, ob zur Erzürnung oder zur Erfreuung der Götter im Olymp – alles hat Platz an diesem Slam in der ehemaligen Kapelle, solange die formalen Regeln der jeweiligen Disziplin und das Zeitlimit eingehalten werden.

Beim fünften Olympia-Slam am 14. Septenber messen sich:

Sie reflektiert den Status Quo und überwindet ihn. Ihr Genmaterial ist ihr lieb und teuer, aber sie weiss, dass Kinder umständlich sind für die Wirtschaft, deshalb will sie eher keine. Ob ihre Achselbehaarung ein Statement ist oder mangelnde Selbstachtung – darüber sinniert sie, und über Macht und Geschlecht und unverlangte Gehaltserhöhungen und über alles andere spricht sie auch: Nina Horbaty.

Seine idyllisch verbrachte Kindheit lehrte ihn zwei Gitarrenakkorde. Wenn alle anderen noch versuchen, seinen am Partyschmiss entbrannten Wuschelkopf zu löschen, denkt und sagt und singt er schon: «Chunt scho guet». Er hat David Hasselhoff auf einer Kreuzfahrt begleitet (wirklich wahr – er hat sogar dafür bezahlt), und er hat noch andere idyllisch anmutende Leichen im Keller. Der Liebling der Massen: Dominik Muheim.

Der Wortfechter par Excellence. Scharfdichter, Wortspieler, Story-Ingenieur. Unikum, möchte man sagen. Er haut jeden aus und alles aus den Socken. Er gründet Familien und richtet sich wohnlich ein, nur damit er die Keller zu Bars umfunktionieren und dort gesellige Partys feiern kann. Ein Heimlifeisser. Der Kanton Aargau sammelt schon, um Plätze und Stadien mal nach ihm zu benennen: Der beste Simon des Abends, der Lippenkünstler: Simon Libsig

So jung noch, und der Sprache bereits derart mächtig. Ein Phänomen. Poetry Slam sei wie Musik ohne Musik, hat sie mit achtzehn gemeint, und heute, mit zwanzig, hat sie noch immer keine eigene Homepage, auch wenn man sie leicht mit www.ackermann.ch verwechselt: «Coole Mia & Me finden Sie bei Ackermann. 30 Tage Rückgaberecht.» Bevor wir sie zurückgeben, wollen wir sie hören und sehen: Mia Ackermann

Durch den Abend führt der Mann für glückliche Olympioniken und lasche Dopingkontrollen, der Kampfrichter für Fotofinishs und salomonische Urteile: Christoph Simon.


Sprache: Mundart und Hochdeutsch