Müslüm MÜsteriÜM – eine dramatürkische Odyssee

Sa bis Di, 22. bis 25. Mai 2021 | 20.00 Uhr
Zusatzvorstellungen wegen grosser Nachfrage
1 / 1

Spieldaten

Mai 2021

Müslüm beschwört und besingt die grossen Fragen des Lebens, die verschlungenen Irrwege der Selbstwerdung, die Vorstellungen von Glück, von Liebe und von Freiheit, die uns genauso vereinen wie auch unterscheiden. Im musikalischen Dialog mit dem kongenialen Gitarristen Raphael Jakob, entführt uns Müslüm auf eine dramatürkische Odyssee durch die unergründlichen Tiefen und Untiefen des menschlichen Seins oder Ausländerseins.

Mit unwiderstehlicher Ehrlichkeit und grenzenloser Hingabe, widmet sich Semih Yavsaner alias Müslüm den Themen der kulturellen Vielfalt, der Gleichstellung, der Verantwortlichkeit gegenüber sich selbst und der Gesellschaft. Mutig, unvoreingenommen und mit viel Charme, weckt der charismatische Performancekünstler sämtliche schlafende Hunde, rennt um sein Künstlerleben, tritt in jedes erdenkliche Fettnäpfchen, rüttelt an hartnäckigen Tabus und küsst mit seinen Worten auch die verschlafensten Geister aus ihrem Dornröschenschlaf. Mit überbordender Wortakrobatik und abgrundtiefem Humor nennt Müslüm die Dinge beim Namen und führt seine rhetorische Lanze punktgenau ins Ziel: Seine Worte gehen unter die Haut und erobern unsere Herzen... von wo aus sie unser Denken befreien.

Übrigens: Dieses Programm richtet sich an Erwachsene und ist für Kinder nicht geeignet!


Sprache: MigrantisCH

«Der Abend in der Cappella offenbart, was für ein begnadeter Performer Semih Yavsaner ist. Hier auf der Kleinkunstbühne spielt er alle seine Stärken aus, die auf Youtube oder in seiner einstigen Sendung «Müslüm TV» am Schweizer Fernsehen zu kurz kamen: ein vortreffliches Gespür für Dynamik, eine Präsenz, die selbst Ausrutscher wie eingeplante Pointen wirken lässt. Und eine Körperbeherrschung, bei der Michael-Jackson-Imitationen wie lockere Aufwärmübungen daherkommen. Für die Funken braucht es den Gitarristen Raphael Jakob: Dezent begleitet er Müslüms Ausführungen, dann wieder steigert sich eine Nummer zum Lied, und Raphael Jakob entlockt seinem Instrument Klänge mit so viel Seele, dass wiederholt Szenenapplaus aufbrandet.»
Lena Rittmeyer, «Der Bund», 20. Dezember 2019