Heinz DäppNümm wi aube – es satirisches Autersturne.

So, 17.12., 17.00 Uhr | Mo, 18.12.2017, 20.00 Uhr
Zusatzvorstellungen wegen groser Nachfrage
1 / 1

Spieldaten

Dez 2017

In seinem fünften abendfüllenden Programm versucht Heinz Däpp, den unerbittlichen Lauf der Zeit gelassen zu ertragen und sich damit zu trösten, dass die tödlich endende Raserei durch die Lebenszeit ja auch schon die Jungen erfasst hat.

Wenn Däpp zurückblickt, dann nicht im Zorn, vielmehr altersmilde lächelnd. «Es isch nümm wi aube», lässt er Fritz sagen und Frieda sogleich ergänzen: «Aber auben isch’s o nid gäng gsi, wi’s hätt söue.»

Die Nostalgie, wie es damals war, bleibt nicht unbeschadet, die Vision, wie es morgen wird, nicht unbekümmert. Die achtundsechziger Utopien sind verblasst, aber nicht verblichen. Satire ist beständig – ändern muss der Satiriker nur die Namen. Den heutigen Weltverbesserern rät Däpp, was ihm schon damals empfehlenswert schien: «Gschyder mau ganz lätz, aus gäng chli dernäbe.»

In Däpps satirischem Altersturnen begegnen wir alten Bekannten: dem autodidaktisch promovierten Philosophen Klaus Krümeler, dem beratungsresistenten Politberater Röbi Gröbeli, selbstverständlich den Kaderlis – Hans-Ueli, dem trübsalblasenden alt Grossrat, Rösi, der erfolggekrönten Gemeindepräsidentin. Auch neue Däppsche Figuren machen Furore: Leo Schnell mit seinem ferrari-motorisierten Rollator, Ruedi Rindlisbacher und Käthi Kalbermatten mit ihrer Selbsthilfegruppe für Veganer, der Herrliberger Milliardär, der allmonatlich einem Burnout nahe ist, wenn wieder die AHV-Rente kommt.

Heinz Däpp schöpft seinen satirischen Stoff aus Ärgernissen, die ihm Mächtige und Ohnmächtige zufügen, aber immer auch aus eigenem Unvermögen. Sein guter Rat ist berndeutsch und deutlich: «We me’s nimmt, wi’s chunnt, de chunnt’s, wi’s wott. Drum nähmet’s nid, wi’s chunnt, de cha’s o nid cho, wi’s wott.»


Sprache: Berndeutsch