OLYMPIA-Slam Mit Jane Mumford, Martina Hügi, Remo Rickenbacher, Valerio Moser und Christoph Simon

Mo | 9. März 2020 | 20.00
Der neue Poetry-Slam für Bern
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Spieldaten

Mär 2020

Endlich wieder POETRY SLAM in der Cappella! Vier Slam-Poetinnen und Slam-Poeten messen sich in vier Disziplinen und kämpfen um Siegeskranz und um die Gunst des Publikums.

Seien Sie dabei, wenn sich die Cappella in ein olympisches Stadion verwandelt und sich die Wortathleten, Geschichtenstemmerinnen, Sprachakrobaten und Zungenbrecherinnen in vier Disziplinen messen!

Und das sind die DISZIPLINEN:
FREISTIL/KÜR/KLASSISCH: Sechs Minuten zur freien Verfügung gemäss den klassischen Slam-Regeln (Text/Performance selbsterfunden, keine Requisiten, kaum Gesang).

SPRINT/PFLICHT: Drei Minuten zu einem vorgegebenen Thema.

REGELBRUCH: Vier Minuten mit Erlaubnis zu singen, ein Instrument zu spielen, eine Requisite zu gebrauchen und/oder einen Fremdtext zu lesen.

GEMISCHTES DOPPEL: Zwei gegen zwei im Team.

INHALTLICH ist bei einem Slam alles möglich: Ob Geschichten, Gedichte oder Gebrauchsanweisungen, ob messerscharfe Pointen oder weiche Reime, ob performativ verhaltensauffällig oder gehemmt, ob zur Erzürnung oder zur Erfreuung der Götter im Olymp – alles hat Platz an diesem Slam in der ehemaligen Kapelle, solange die formalen Regeln der jeweiligen Disziplin und das Zeitlimit eingehalten werden.

Beim dritten Olympia-Slam am 9. März 2020 messen sich:

Die Heldin des Muts und Übermuts. Eine ab-der-Welt-Kopfschüttlerin und Crasherin jeder Party und jeden Eisbergs. Sie kann Wort, Tanz, Musik und Zeichnung. Sie ist die Hälfte von 9 Volt Nelly und die Hälfte von den Whiskey Sisters. She gets shit done: Jane Mumford.

Ihre Texte sind Konfrontationstherapie. Dazu Chopfab-Bier trinken passt inhaltlich wie lokalpolitisch. ihr Dialekt weckt Tote auf (selber nennt sie ihn ein Verhütungsmittel) und ihre Frisur sei teurer als ihr Fitness-Abo. Soviel Äusserlichkeiten nützen nichts bei diesem überragend grossen Geist: Martina Hügi.

Ganze SchülerInnengenerationen erlernen die Kunst des Eigensinns in seinen Slam-Werkstätten. Er ist Teil der Prophezeiung und Spoken-Word-Combo «Thun ist nirgends». Er hat die unsterbliche Katzenfigur Abdullah geschaffen und in der Freizeit gewinnt er Preise als Kurzfilmer von Toten Tieren. Überaus lebendig: Remo Rickenbacher.

Er liebt das Performative. Das Rohe, das Wilde, das Laute und Vorlaute. Er greift sich das Farbigste aus dem Kleidersack und ist der einzige, der im Bademantel auf der Slambühne nicht disqualifiziert werden kann – das Kreative ist bei ihm Alltag. Als Fussmaler malte er mit Kreide auf Tafeln, auch des Gequietsches wegen. Er lässt uns erschaudern und erschauern: Valerio Moser.

Durch den Abend führt der Mann für glückliche Olympioniken und lasche Dopingkontrollen, der Kampfrichter für Fotofinishs und salomonische Urteile: Christoph Simon.


Sprache: Mundart und Hochdeutsch