Peter ShubFür Garderobe keine Haftung

Sa, 18. April 2020 | 20.00 Uhr
Zum ersten Mal in der Cappella
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Spieldaten

Apr 2020

Peter ist ein moderner Clown mit Geist, Herz und Körper. Auf die rote Nase pfeift er, mit «nacktem» Gesicht machte er Weltkarriere. Gang, Blicke, Gestik, Rhythmus, Balance – alles passt, sparsam und in atemberaubend perfektem Timing. Einer der weltbesten Clowns beehrt nach Roncalli und Circus Flic Flac und Salto Natale endlich auch die Cappella. Und auf der Tournée des Schweizer National-Circus Knie 2020 ist Peter Shub als Clown in der Westschweiz unterwegs...

Lange Zeit spricht er nur durch seinen Körper. Lässt sich von einer Leine ziehen, an der kein Hund ist, hängt als Kleiderbügel in einem Mantel so krumm an der Garderobe, dass der Kopf im Mantelinnern fast verschwunden ist, verlängert seinen Arm endlos, rückt den schiefen Hals mit dem Krachen eines Plastikbechers wieder gerade, bevor er sich an einem Kamerastativ zu schaffen macht, das scheinbar laufen kann. Mit Gesten, Blicken und Zurufen fasziniert Peter Shub sein Publikum, Peter spielt nicht nur eine sondern viele Figuren, das Kamerastativ mutiert zur Geliebten, der Garderobenständer wird zur Falle, er wird geboren und er stirbt im Kerzenlicht.
Man hat Spass an diesem Clown Peter Shub, der uns mit winzigsten Details vorführt, wie Freude, Missgunst oder falsche Fährten entstehen. Aber worüber lachen wir da eigentlich? Wie bei jedem guten Gag denken wir das zu Ende, was der Komiker gar nicht aussprechen muss. Anders als viele, die Banalitäten auswalzen, spielt Peter kunstvolle Komik mit Aussparungen. Sie entsteht durch Kontraste, Missverständnisse, durch scheinbare Unfälle.
Neben visueller Comedy, reichlich Slapstick und Skurrilem, sehr schwarzem Humor, ausgefallenen Tänzen und verrückten Interpretationen, Kochbüchern, Basilikumpflanzen und Regenschirmen redet er sich auch im allerschönsten Denglisch um Kopf und Kragen, lässt das Publikum tanzen und singen und um sein Leben rennen. Peter Shub bittet zur Lachtherapie.