Sunil Mann Auf Augenhöhe mit Vijay Kumar

Di | 26. Februar 2019 | 20.00 Uhr
Indisches Buffet ab 18.00 Uhr
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Spieldaten

Feb 2019

Seit 2010 hat er - zum grossen Vergnügen seiner wachsenden Fangemeinde - jede Kahr einen neuen Krimi um den indischstämmigen Pirvatdetektiv Vijay Kumar herausgebracht. Nun liest Sunil Mann aus seinen Büchern vor und erzählt vom Leben und schreiben. Der bekannte Musiker Peter Lenzin sorgt für stimmige Saxophonklänge.

Seine Romane (Gesamtauflage 50‘000 Ex.) sind scharf gewürzte Krimikost. Sie haben ein Aroma von Curry und Amrut, dem indischen Whisky. Doch am stärksten gewürzt sind sie mit Humor: Auch wenn sie vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Miseren wie Prostitution, Drogenhandel, Rechtsextremismus, Skandale in Politik und Medienwelt spielen, sind Kumars Fälle gespickt von Situationskomik und witzigen Dialogen. Und sie sind ausstaffiert mit dem bunten Völkchen von Kumars Freunden aus dem Zürcher Langstrassenmilieu. Sein Protagonist altert mit Sunil Mann quasi in Echtzeit mit, er ist «wie ein Bruder für mich, unsere zwei Lebensläufe verlaufen parallel», sagt der Autor.      

Vom beschaulichen Zweisimmen an die Zürcher Langstrasse.

Sunil Mann wurde am längsten Tag des Jahres 1972 als Sohn indischer Einwanderer im Berner Oberland geboren, lebte fünfundzwanzig Jahre in Zürich – im legendären Chreis Cheib – und wohnt heute in Aarau. Nachdem er Psychologie und Germanistik studiert und beide Studiengänge erfolgreich abgebrochen hatte, absolvierte er die Hotelfachschule Belvoirpark und arbeitet heute Teilzeit bei Swiss Airlines. Er hat nebst Romanen für Erwachsene auch drei Kinderbücher veröffentlicht, in denen der freche Schutzengel Gabriel diverse Abenteuer erlebt.

Jonglieren zwischen den Kulturen.

Wie sein Romanheld lebt Sunil Mann mir je einem Fuss in der indischen und der Schweizer Kulut. Auch als Schriftsteller jongliert er: «Man nimmt sich das Beste aus beiden Welten und macht sich lustig über die Aspekte der Kulturen, die man nicht so ernst nehmen kann.» Bei der indischen Kultur sei dies etwa die «fast manische Abergläubigkeit – und, dass es die ganze Zeit ums Essen geht.» Und bei der Schweizer Kultur? «Das Exakte, die Pünktlichkeit».

 


Sprache: Hochdeutsch