Walter Lietha Der Bündner Songpoet ist zurück auf der Bühne!

Fr | 13. Dezember 2019 | 20.00 Uhr
Zum ersten Mal in der Cappella
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Spieldaten

Dez 2019

Wir freuen uns auf eine lebende Legende: Walter Lietha ist ein «unbekannter Bekannter» in der Schweizer Musiklandschaft geblieben, nachdem anfangs der 80er-Jahre seine Lieder nicht mehr im Radio gespielt wurden, weil er offenbar als politisch subversiv eingestuft wurde.

Umso mehr freuen wir uns, den bald 70-jährigen Liedermacher live zu hören. Das Publikum wird Zeuge der poetischen Qualität seiner Lieder, seines virtuosen Gitarrenspiels und seines Gesanges im Bündner Dialekt. Man der eine oder die andere wird sich fragen, warum dieser Freiheitssänger, der Themen wie Ökologie, Migration oder Entfremdung schon lange vor der gegenwärtigen Lage erkannt und besungen hat, der Schweiz vorenthalten wurde. Walter Lietha, in Chur geboren und grösstenteils im Graubünden aufgewachsen, schrieb als Autor, Dichter, Interpret und Zeitkritiker zahlreiche Mundartlieder. Dank musikalischer Einflüsse vom amerikanischen Folk bis hin zum Flamenco, verschmolzen seinen poetischen und tiefgründigen Texten, haben seine Lieder einen speziellen und einzigartigen Wiederkennungswert bekommen. Das Repertoire des Churer Liedermachers reicht vom engagierten Lied zu den Zürcher Unruhen 1981 («Drumm sing i, grad drumm») bis hin zum lyrischen Selbstporträt. Als erster hat er die gesungene Mundartlyrik um scheinbar absichtslos hingetupfte Bilder bereichert, die weder amüsieren noch anspornen wollen. In den 80er-Jahren arbeitete Walter Lietha mit Max Lässer in der Lietha-Lässer-Band u. a. für die LP «Obacht» (1983) zusammen, an der Corin Curschellas, Joel Reiff, Sal Celli und Pedro Haldemann mitwirkten. Walter arbeitete aus Leidenschaft zur Literatur immer als Buchantiquar und Leiter des Calven Verlags in Chur und betreibt seit einigen Jahren sein eigenes Antiquariat «Das Narrenschiff». Für ihn ist das Texten, Dichten und Singen ein «Geschehenlassen», kein «Tun» oder «Machen». Genau diese unbesorgte Gelassenheit zeichnet sein musikalisches Meisterwerk aus und lässt den Zuhörer darin versinken.


Sprache: Mundart

«Ich halte Walter Lietha für den vermutlich poetischsten und ekstatischsten Sänger der Schweiz.»
Linard Bardill
«Ich möchte probieren, einmal die Leute so zu berühren wie Walter Lietha mich damals als 16-jähriger, verlorener Jugendlicher (…) berührt hat.»
Stephan Eicher