Trummer & Nadja StollerMit mim letschte Wort vergiischt

Fr | 23.9.2016 | 20.00 Uhr
Berner Première
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Frutigtaler Lieder und Texte nach Maria Lauber. | Trummer & Nadja Stoller: Sie singen nicht nur seit vielen Jahren zusammen, es verbindet sie auch ihre Herkunft im Frutigtal im Berner Oberland.

Nun gehen Trummer & Nadja Stoller zusammen auf Tour mit Liedern und Geschichten im Frutigtaler Dialekt. Mit ihren Stimmen, Gitarre, Akkordeon, Autoharp und allerhand akustischem Spielzeug holen sie die Texte aus dem engen Bergtal in der Grenzen überschreitenden Form des Folksongs in die Schweiz hinaus.

Sie haben für ihr neues Programm eine Dichterin entdeckt, deren berührendes Werk nun auch einem breiteren Publikum wieder gezeigt werden soll: Maria Lauber (1891 –1973) hat zu ihren Lebzeiten weit über die Talschaft hinaus Aufmerksamkeit und Lob gewonnen. Viele ihrer Texte wurden ausgezeichnet, in Schulbücher aufgenommen und machten sie zu einer bedeutenden Vertreterin der Mundartliteratur Mitte des 20. Jahrhunderts. Nachdem ihr Werk eine Weile vergriffen war, legt es der Zytglogge-Verlag nun neu auf.

Neben den Gedichtvertonungen gibt es auch kurze Lesungen, und mit dem urchigen, melodiösen Dialekt von Maria Lauber Texten öffnet sich eine Tür zu einer Weltanschauung, zu einer Zeit, die zwar noch nicht lange vergangen ist, und dennoch schon so fern scheint: Eine Welt ohne Technik, die sich inmitten gewaltiger Natur um die Grundthemen unserer Existenz dreht. So eng das Bergtalsein mag, in diesen Geschichten über das Zusammenleben in den kleinen Dörfern am Hang, über die Liebe, die am Gartentor vorbeigeht, über Heimweh, Familie und die Suche nach dem Glück, wird vom Menschsein in der ganzen Welt erzählt.

Christoph Trummer hat seit 2004 acht Alben veröffentlicht, seit 2007 mit berndeutschen Texten. 2011 hat er den Preis der Fondation SUISA gewonnen für sein «ausserordentliches Werk als Singer/Songwriter.» Pedro Lenz nennt ihn einen der «ganz wenigen Schweizer Künstler, die Songs auf einem derart hohen Niveau nicht bloss schreiben und komponieren, sondern auch vortragen können.» Zuletzt erschienen von ihm das CD-Buch «Heldelieder» und das im Alleingang eingespielte Album «Loryplatz».

Als Solokunstlerin sucht Nadja Stoller das Unbequeme, die Herausforderung. So entstand zuletzt «Earthbound». Mit Banjo, Piano, Keytar und Autoharp hat sie sich seitihrem Paris-Stipendium des Kantons Bern und dem daraus entstandenen «Alchemy» (2011) als eigenwillige Solokünstlerin etabliert. Zuvor ist sie lange Jahre als Sängerin in verschiedenen Jazz-und Popformationen durch die Lande getourt. Seit 2008 ist sie auch als Bandmitglied bei Trummer auf der Bühne und im Studio.


Sprache: Mundart