Mistral 37 degrés

So | 26.11.2017 | 17.00 Uhr
Zum ersten Mal in der Cappella
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Spieldaten

November 2017

Mistral aus Basel brauchen keine Propeller um abzuheben. Ihr Antrieb ist die Gitarre, der Kontrabass, das Schlagzeug. Und die französische Sprache, weil sie die schönste von allen ist. Spielend fliegen sie über den Röstigraben, das Rhonetal hinunter bis an die Mittelmeerküste. Mit ihren eingängigen Pop-Chansons bläst das Quartett dem Alltagstrott entgegen und weckt Feriengefühle. Ihr neues Album «37 degrés» macht Lust auf Pastis und Pistazieneis, ohne aber den Blick von den Schattenseiten des Lebens abzuwenden.

Nach 20 Jahren Rockertum macht sich Markus Gisin (ex-Lunazone, ex-Zamarro) anfangs 2013 auf, ein neues musikalisches Genre zu kultivieren. Und eine neue Sprache: das charmante Französisch. Der Sänger und Gitarrist, der vor Jahren Romanistik studiert hat, wendet sich damit seiner heimlichen Liebe zu: Georges Brassens, Jacques Brel, Joe Dassin oder Stephan Eicher.

Er beginnt Lieder und Texte zu schreiben, immer im Bestreben, das klassische Chanson weiterzuentwickeln und für die Gegenwart zu beleben. Es lebe das Nouvelle Chanson. Bald schon wird aus dem Soloprojekt ein Quartett: Jana Landolt (ex-Rosebud) spielt Schlagzeug und singt, Yves Neuhaus (The Amber Unit, ex-Whysome) zupft den Kontrabass und singt ebenfalls, Boris Witmer (Debonair, ex-Lovebugs).

Die vier Musiker gründen Mistral. Wie der Mistral-Wind ist ihre Musik mal sanft und warm, mal so heftig, dass sich die Bäume gegen Süden biegen. Sie kombinieren die klassischen Klänge des Chansons mit dem Sound ihrer Rock- und Pop-Vergangenheit. Bereits im Herbst 2013 stehen sie zum ersten Mal auf der Bühne.

Danach geht es Schlag auf Schlag. Im Juli 2014 nehmen die Musiker im U3-Studio in Bern mit Oli Bösch (u.a. «Züri West», «Stiller Has», «Lovebugs») ihr Debüt-Album «Chaise en Plastique» (Vertrieb: Irascible) auf und taufen es am 23. Januar 2015 im Basler Parterre. Von der Presse wird «Chaise en Plastique» voller Lob aufgenommen.

Und Mistral werden zu Interviews eingeladen und kommen ins Radio, etwa in die Sendung «Swiss Made» auf SRF 1 oder in die «Emission Paradiso» auf RTS 1ère chaîne. Der Titelsong «Chaise en Plastique» läuft regelmässig auf SRF 1, «Tu me dis» regelmässig auf Radio Swiss Pop. In den folgenden zwei Jahren sind Mistral unterwegs und spielen gut 40 Konzerte. Über die heimischen Basler Gefilde hinaus nach Appenzell, Frauenfeld, Zürich, Aarau, Solothurn, Bern, Saignelégier, Le Locle oder Genève. Die Band erspielt sich einen ausgezeichneten Ruf als spielfreudige und heitere Live-Band. Locker spielen sie auf ihren Instrumenten, interagieren mit dem Publikum, bringen es zum Tanzen und zum Nachdenken.  

Im August 2016 ersetzt Andy Tobler (ex-Kitchenettes) Boris Witmer an der Gitarre und die Musiker arbeiten in der neuen Besetzung intensiv an weiterem Songmaterial. Wie beim ersten Album liefert Bandleader Markus Gisin Ideen und Melodien, doch sind alle Musiker stärker in den Prozess des Ausarbeitens und Arrangierens involviert. Die Band rückt näher zusammen und die Lieder klingen weniger nach klassischer Liedermacherei, sondern nach homogenem Chanson-Pop.

Im März 2017 nehmen die Musiker wiederum mit Oli Bösch im Berner U3-Studio 11 brandneue Lieder auf, welche sie in den folgenden Monaten unter der Ägide von Yves Neuhaus im Lionhouse-Studio Basel weiter komplettieren.  

Die eingängigen Pop-Chansons der neuen CD «37 degrés» blasen dem Alltagstrott entgegen und wecken Feriengefühle. Sie machen Lust auf Pastis und Pistazieneis, ohne den Blick von den Schattenseiten des Lebens abzuwenden. In seinen anekdotischen Texten glorifiziert Gisin mal den Süden («Dans le sud»); mal preist er das Carpe-Diem-Motiv («Chocolat Pistache», «Haut et Fort»); mal versucht er den Haarausfall auf die leichte Schulter zu nehmen («Chute des cheveux») oder er wünscht sich die Alltagshektik in der Badewanne zu ersäufen («Baignoire»). Auf «37 degrés» setzt sich Gisin auch mit politischen Themen auseinander, etwa mit der Gender-Frage («De Beauvoir») oder mit der Flüchtlingsproblematik («Bon passeport»). Selbstverständlich besingt er auch die Liebe («Je garde le courage», «Tout est dit» oder «N’ouvre pas la porte»).  

Nun stehen die vier in den Startlöchern, um ihr zweites Album «37 degrés» auf möglichst vielen Bühnen mit dem Publikum zu teilen. Die Deutschschweizer Mistral überwinden spielend den Röstigraben und beflügeln mit ihren Liedern das Comeback des Chansons, das Nouvelle Chanson. Bienvenue!


Sprache: Französisch

«Eine charmante, luftig-leichte Musik, melodieselig, nachdenklich und locker.»
Aargauer Zeitung
«Ein Basler Quartet, das mit munterem Chanson-Pop heute unübliche Wege beschreitet. Und zwar Wege, die mittlerweile auch Barden wie Georges Moustaki, Joe Dassin und Georges Brassens beschreiten könnten. Dies allerdings nur dann, wenn die Herren Chansonniers etwas flotten Americana und munteren Folk-Pop mitbekommen würden. C’est si bon.»
Schweizer Familie
«Da kommt ein flottes Tempo auf, das ist feine Musik. Weder kompliziert noch anstrengend, weder überambitioniert noch bei den alten Haudegen abgeschaut. Einfach ein Lied. Und für ein paar Minuten ist die Welt eine andere. Zwölf Chansons, die jedem Leben gut tun.»
RFV
«Fingerschnippende Balkonmusik mit Blick über die Grenze(n).»
Annabelle