Berner Troubadours Eine Hommage

Dreimal am Dienstag: 20. und 27. November sowie 11. Dezember 2018
Exklusiv in der Cappella
1 / 1

Spieldaten

Nov 2018

Dez 2018

Die Berner Troubadours gehörten zu den wichtigsten Cappella-Künstlern des ersten Jahrzehnts – sie haben von 1999 bis 2009 weit über 100 Konzerte gegeben. Lisa Catena, Martin Hauzenberger, Oli Kehrli und Ben Vatter lassen sie noch einmal hochleben.

Bereits ein Jahr nach der Gründung der Cappella gehörten die Berner Troubadours Bernhard Stirnemann, Fritz Widmer, Ruedi Krebs und Markus Traber zu unseren Hauskünstlern. Nach dem überaus erfolgreichen Millenniums-Programm «Gäng wie gäng» (1999) hoben sie vier weitere Programme bei uns aus der Taufe: «Réserve du Patron» (2002), «Nöis vo de Alte» (2004), «Das Beste aus 42 Jahren» (2007) und mit «Es het, solangs het» (2009) – tragisch treffend – das letzte Programm. Denn kurz nach dem letzten von 11 gemeinsamen Silvester-Abenden verstarben innert kurzer Zeit Fritz Widmer, Markus Traber und Bernhard Stirnemann.  

Minnegesang im Kellertheater

Der Anfang der Gruppe von «auteurs – compositeurs – interprètes» liegt Mitte der 1960er-Jahre. Hervorgegangen aus dem Lehrercabaret «Schifertafele», traten ab 1966 die drei Lehrer Ruedi Krebs, Bernhard Stirnemann und Fritz Widmer, die beiden Juristen Mani Matter und Jacob Stickelberger und der Buchhändler Markus Traber als «Berner Troubadours» auf– und wurden damit bald zum schweizweiten Markenzeichen für berndeutsche Lieder. Sie etablierten das Mundart-Chanson als eigenständige Kunstgattung und waren Vorbild für ganze Generationen von Pop- und Rockmusikern.  

Stilprägend und einzigartig

Grosse Ehre und Freude teilten wir im Mai 2002 mit den Berner Troubadours, als die legendären Chansonniers zusammen mit der Cappella mit dem renommierten Kulturpreis der Bürgi-Willert-Stiftung geehrt wurden. Ab da war auch Jacob Stickelberger bei den Konzerten wieder mit von der Partie.  

Die Berner Troubadours haben in den über vier Jahrzehnte ihres Schaffens mehrere hundert Chansons herausgebracht. Daraus picken vier Chansonniers der neuen Generation die schönsten Rosinen, um – gewürzt mit persönlichen Anekdoten – einen prächtigen musikalischen Geburtstags-Gugelhopf zu backen:  

Lisa Catena ist heute in der Schweiz und in Deutschland als erfolgreiche und preisgekrönte Kabarettistin unterwegs. Ihr aktuelles Programm heisst «Nume nid gsprängt». Zuvor hat sie sich als Mundart-Liedermacherin einen Namen gemacht, ohne ihre Wurzeln als Punkmusikerin ganz zu vergessen. Beim Projekt «Herrenrunde mit Dame» ist Lisa Catena zusammen mit Markus Traber aufgetreten, mit dem sie eine enge Freundschaft verband.       

Martin Hauzenberger ist nur eine halbe Generation jünger als die Berner Troubadours und hat ihren Weg jahrzehntelang verfolgt und begleitet. Der vielseitige Journalist hat u.a. Bücher über die Schweizer Kleinkunst und eine Biografie über Franz Hohler veröffentlicht und tritt als Mundart-Liedermacher aus, der sich auch selbst am Hackbrett begleitet. Als Sohn eines Methodistenpfarrers hat er einen beträchtlichen Teil seiner Kindheit in heiligen Hallen verbracht und fühlt sich in der Cappella besonders zu Hause.  

Oli Kehrli hält nicht nur das Fähnlein von YB, sondern auch dasjenige des Berner Mundart-Chansons hoch. Seit Mani Matter und Georges Brassens gibt es kein Chanson, das er nicht kennt – und die meisten singt er auch. Inzwischen hat er drei Alben mit eigenen Songs veröffentlicht, das neueste heisst «Zuekunftsnostalgie». Kehrlis Liedermacher-Götti ist Jacob Stickelberger, mit dem ihn seit Jahren eine enge Freundschaft verbindet.       

Ben Vatter ist in Bern bekannt wie ein bunter Hund. Als Chorleiter, Musiklehrer, Fasnachtstrompeterund neuerdings auch als Mundart-Kabarettist mit seinem ersten Soloprogramm «Gvätterle», das von der Kritik Bestnoten erhält («Ben Vatter steht Georg Kreisler in puncto Sprachwitz und Virtuosität in nichts nach.» Der Bund) und beim Publikum auf ungeteilte Begeisterung stösst. Fritz Widmer war sein Englisch-Lehrer am Seminar Marzili.  

Neben ihren liebsten Liedern der «Troubadours» werden die vier auch einige Müsterchen ihres eigenen Schaffens zum Besten geben.


Sprache: Berndeutsch