Strohmann-Kauz ungerdüre

Di | 4. Dezember 2018 | 20.00 Uhr
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Spieldaten

Dez 2018

Vor zehn Jahren hat der Berner Schriftsteller Pedro Lenz dem Duo Strohmann-Kauz ein Programm auf den Leib geschrieben. Seine exakte Beobachtungsgabe, der liebevolle Umgang mit seinen Figuren und sein Sprachwitz passen wunderbar zum Duo Matthias Kunz und Rhaban Straumann. Nun spielen die beiden «ungerdüre» ein letztes Mal - auf der Bühne, auf der sie bereits Première feierten.

Was beim ersten Eindruck als witzige und satirische Betrachtung der Schweiz daherkommt, entwickelt sich zu einem höchst dramatischen (Überlebens-)Kampf zweier Freunde. Die zwei Mineure Iseli und Role arbeiten auf einer Tunnelbaustelle im Mittelland. Tief im Landesinnern sinnieren sie über den Sinn ihrer Arbeit, ihres Daseins und den Sinn einer Idee an sich. Sie durchleben die Sonnen- und Schattenseiten von Freundschaft, zweifeln am Licht am Ende des Tunnels und entdecken tief drinnen ihre eigenen dunkeln Seiten.  

Freundschaft, Aberglauben und die heilige Barbara

«Ungerdüre» erzählt in urkomischen Situationen die Geschichte der Freundschaft zweier Arbeitskollegen, eine Geschichte rund um Umfahrungen, Misstrauen und Aberglauben. Die Freundschaft dreht sich um geteilte und umkämpfte Liebe – worüber schliesslich keiner spricht. Der Tod ist im Berg allgegenwärtig, und die heilige Barbara eine eifersüchtige Schutzpatronin.  

«Ds Erschte isch immer das, wome macht. Und ds Zwöite isch das, wome nid macht. Und ds Dritte sy d Usrede, wome sech säuber zrächt leit, für das, wome gmacht het, und für das, wome sött mache und wome glych nid macht.»  

Ein witzig-satirisches Bergdrama

Mit «ungerdüre» gelingt Strohmann-Kauz, Pedro Lenz und der Regisseurin Priska Praxmarer – die Musik steuert Werner Hasler bei – ein Stück Schweizer Theater zu einer brandaktuellen Thematik. Aber Achtung: Strohmann-Kauz sind weder Kabarett noch Comedy; sie machen Theater, sind satirisch, aber auch dramatisch bis zum Melo. Schauspiel ist garantiert, und das politisch hintersinnig. Sie merken: Wieder passt für Strohmann-Kauz keine Schublade – ausser vielleicht «sprechende Kleinkunst» Wir sagen: viel versprechende Kleinkunst.


Sprache: Mundart